Schon 2024 hatte eine dänische Studie gezeigt, dass Tätowierungen mit einem erhöhten Risiko für maligne Lymphome verbunden sein könnten… Eine große schwedische Studie legte jetzt nach: Menschen mit Tattoos haben ein signifikant erhöhtes Risiko (knapp 30% höher), an schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken im Vergleich zu gleichaltrigen Personen ohne Tattoos. Dabei spielte die Größe der Tätowierung keine Rolle. Besonders erhöht war das Risiko bei Personen, die sowohl schwarz/graue als auch farbige Tattoos hatten. Einen Zusammenhang mit stärkerer UV-Belastung konnten die Forschenden nicht feststellen.
Als mögliche Ursache gelten bestimmte Inhaltsstoffe der Tattoofarben (etwa polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Schwermetalle oder Titandioxid). Diese Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein oder das Immunsystem zu beeinflussen. Seit 2022 gibt es in der EU strengere Grenzwerte für rund 4000 Chemikalien in Tätowierfarben. Wie sich die Farbstoffe genau im Körper verhalten, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt.

Quelle: Perspektiven der Onkologie. Tätowierungen und Krebsrisiko: Erhöhtes Risiko für malignes Melanom. 2026. DOI: 10.3238/PersOnko.2026.02.06.08. aerzteblatt.de/archiv/malignes-melanom-kanzerogener-effekt-von-taetowierfarben-nicht-auszuschliessen